Was würdest du dir wünschen, wenn du einen Wunsch frei hättest?
Was würdest du dir wünschen, wenn wirklich alles möglich wäre? Als auf Jarnos abgelegenem Grundstück plötzlich eine fremde Frau erscheint, behauptet sie, ihm einen einzigen Wunsch erfüllen zu können. Aus der rätselhaften Begegnung entwickelt sich schon bald ein intensives Gespräch über Geld, Macht, Liebe und Zeit sowie über die Folgen jener Wünsche, die tief in seinem Inneren liegen. Doch je näher er der Entscheidung kommt, desto deutlicher wächst die Frage, ob es Wünsche gibt, die man besser nicht aussprechen sollte.
„Nur ein Wunsch – Begegnung mit einer Fee“ ist ein philosophischer Roman über die Sehnsucht, über Entscheidungen, die Zeit, das Leben und den wahren Preis unserer Wünsche. Autobiografische Elemente geben einen tiefen Einblick in die Lebensgeschichte des Autors.
Für Leser philosophischer Geschichten über Sehnsucht, Entscheidungen und die wichtigsten Fragen des Lebens.
„Nur ein Wunsch – Begegnung mit einer Fee“ richtet sich an Leserinnen und Leser, die ruhige, tiefgründige Geschichten mit philosophischer Atmosphäre schätzen. Im Mittelpunkt stehen keine schnellen Antworten oder eine Fantasystory, sondern ein intensives Gespräch über mögliche Wünsche, die Sehnsucht und Entscheidungen, über die Zeit, die Liebe und die Frage, was im Leben wirklich zählt.
Die Verbindung aus zeitgenössischer Literatur, philosophischem Gedankenspiel und autobiografischen Elementen macht den Roman besonders interessant für Menschen, die Bücher erleben möchten.
Taschenbuch
eBook
244 Seiten / Maße und Beschnitt: 12 x 19 cm
Softcover ISBN 978-3-384-91538-2 EUR 14.95
Hardcover ISBN 978-3-384-91539-9 EUR 19.95
E-Book ISBN 978-3-384-91540-5 EUR 3.99
Erhältlich: In allen namhaften Onlineshops und im regionalen Buchhandel, ganz in deiner Nähe (auf Bestellung - Lieferzeit ca. 4 Werktage)
Veröffentlichung:
Hardcover 28.05.2026
Softcover 11.06.2026
eBook 11.06.2026
Rezension
Darf ich vorstellen? Perry Payne: JENSEITS ALLER WÜNSCHE (Tredition, 2025)
FRAGE: Habe ich ein so spezielles Buch schon je gelesen?
ANTWORT: NEIN! Ein solches Buch habe ich wahrhaftig noch nie gelesen – aber ich hätte es mir schon früher gewünscht…
Eine kunstvolle Verwebung im wahrsten Sinne von „texere“ ist es, eine intelligent aber auch leichtfüssig erzählte Novelle, doppelbödig voll Ernst und Ironie. Man hat das Gefühl, dass jede Zeile irisiert zwischen Logik und Fantastik, zwischen Dialog und zarter Annäherung der Protagonisten.
Perry Payne hat wieder mal gezaubert und es ist offensichtlich, dass er nicht nur im Backen begabt ist. (Sein Alter Ego im Buch ist ebenfalls ein ausgezeichneter Gastgeber, dass einem nebenbei beim Lesen das Wasser im Mund zusammenläuft.)
FRAGE: Handelt es sich um ein Meisterwerk?
ANTWORT: Definitiv ja. Es scheint mir die Essenz eines Autors, der den Spagat zwischen Fachliteratur und Fantasy beherrscht und wenn es nicht so frisch daherkäme, würde ich es „Alterswerk“ bezeichnen. Diese Novelle ist eine theatralische Neuauflage der langen Dialogtradition, die bis zur Antike zurückgeht. Perry Payne beherrscht eben alle Register des Schreibens…
FRAGE: Ist die Ambiance der Story trivial?
ANTWORT: Absolut nicht – der Feenbesuch, der bis zum Abend dauert lässt immer wieder Stimmungen aufblitzen, die den packenden Dialog sinnlich inszenieren: wir riechen die Blumen, den Kuchen, hören wie ein Gewitter naht und wir erleben, wie die Fee ein wenig zaubert. Im Hui geht der Tag vorbei, den Fee und Mensch zusammen verbringen.
FRAGE: Befinden wir uns hier in einer Lovestory?
ANTWORT: Ich denke ja – wunderbar fein und in knisternden Dialogen werden die Fäden der Energie und der Verbindung zwischen Jarnos und Liora aufgezeigt. Was zuerst als einseitige Belehrung erscheint, wird immer mehr zum angeregten Austausch, zum Flirt, zum Aufdecken verborgener Seelenwahrheiten.
Schnipsel:
„Moment mal. Hast du einen Menschen geliebt? Liora schloss die Augen, als wolle sie die Frage abwehren. …“Sein Name“, begann sie zögerlich und schüttelte den Kopf, „ist für dich bedeutungslos, Jarno. Wenn ich ihn ausspreche, dann weht er wie Staub im Wind davon, denn er gehört zu einer andern Zeit.“
Das Brisante an dieser möglichen Lovestory: Feen und Menschen sind verbandelt aber nicht richtig kompatibel. Liora selbst drückt es so aus: „Wer meine Welt verstehen will, gerät selbst in Gefahr, weil er die Grenze zwischen Mensch und uns überschreitet. …Du müsstest lernen deine Sinne zu weiten und deine Träume zu dehnen…
Umgekehrt ist das Wunscherfüllen auch für Feen nicht risikolos: „ Es ist ein Fluch, jeder Wunsch, den wir erfüllen, nimmt uns selbst ein Stück aus der Welt.“
FRAGE: Hat das Buch ein offenes Ende und sind wir nach der Lektüre klüger?
ANTWORT: Wir sind definitiv angeregt, über das Thema WUNSCH nachzudenken, was ja die Absicht des Autors ist. Das Ende ist offen, so viel sei gesagt, aber ich möchte behaupten, dass jeder Leser weiterdichtet – was seine Wünsche oder eine mögliche Buchfortsetzung betrifft.
FRAGE: Ist das Thema WUNSCH aktuell?
ANTWORT: Es ist aktueller denn je. Einerseits ist es ein urmenschliches Bedürfnis zu wünschen – das zeigen Märchen, Sagen und die ganze Literatur- ja Kulturgeschichte. Wünsche sind urmenschliche Antriebskräfte.
Es gibt noch einen zweiten Grund, weshalb ich diese Reflexionen hochaktuell finde. Wir leben in einer Zeit, in welcher weltweit die Macht des Stärkeren Recht und friedliche Koexistenz ersetzen. Ein Wunsch ist kein Kauf, keine Drohung oder Erpressung, kein Zerren um mehr Vorteile – es ist eine Chance, die die Fee – eine engelhafte Repräsentation der göttlichen Quelle – uns hier wieder nahebringen will. Ein Wunsch ist nicht Gier, aber er muss genau durchdacht sein, denn er ist stets ein Spiegel unserer selbst und kann auch Gefahren beinhalten.
Mit Lioras Worten: „ Ein Wunsch zeigt dir nur, was du wirklich willst, und ob du bereit bist, den Preis dafür zu bezahlen.“ Oder an anderer Stelle bemerkt sie mit Feenweisheit: „Es könnte dein Inneres Gebet das, das nicht an eine Macht gerichtet ist, sondern an eine Möglichkeit.“
Jedenfalls arbeitet diese Wunschnovelle mit dem Suspense der philosophischen Reflexion – etwas was Politik und Wirtschaft gut täte…So würde ich als Fazit behaupten; dass wenn eine Fee mit einer Wunschoption an die Türe klopft, es ein Zeichen unserer urmenschlichen Entwicklungskraft ist, die sich hier bemerkbar macht.
FRAGE: Ist es klar, was sich Jarno am Schluss wünscht?
ANTWORT: Durch das Gespräch hat sich Jarno absolut verändert – und sein Wunschdenken damit. Ich bin der Überzeugung, dass sein Wunsch ein sehr realistischer, intimer und glückbringender sein wird…
FRAGE: Welches sind meine Lieblingsstellen im Buch?
ANTWORT: Eigentlich ist das ganze Buch meine Lieblingsstelle – es ist sehr kompakt und hat diesen drängenden Unterton wie der Bolero von Ravel. Ein philosophischer Pageturner, der vom Suspense hin zum Ende des Tages und des Feenbesuches lebt.
Da ich selbst Lyrik und Fantasy schreibe, gefallen mir die poetischen Stellen, die das Feenreich näher bringen am allerbesten.
1. Liora: „meine ersten Erinnerungen sind nicht von einer Wiege, sondern von einer Melodie, die im Nebel entstand….meine Welt liegt nicht hinter dem Horizont, sondern zwischen euren Augenblicken.“
2. Ihre Augen wirkten wie ein tiefer Brunnen, an dessen Ende sich ein Spiegel befand.
3. Sie lehnte sich leicht vor und Jarno hatte den Eindruck, grosse Flügel auf ihrem Rücken schimmern zu sehen, als wäre sie eine Libelle.
4. „Meine Welt liegt nicht hinter dem Horizont, sondern direkt zwischen euren Augenblicken. Sie existiert in der Zeit zwischen deinen Atemzügen und im Raum zwischen deinem Herzschlag. Dort wandeln Wesen wie ich.“
5. Sein Geständnis hing zwischen ihnen wie ein Faden, der in der Sonne schimmerte.
6. Sie schloss die Augen, als wollte sie den Geruch von gebackenem Teig mit der feuchten Schwere der nahenden Regennacht verweben. Ein leises, wissendes Lächeln schwebte um ihre Lippen. Manche Dinge musste man nicht wünschen. Sie kamen von selbst, so schlicht und doch so bedeutsam wie ein Stück Kuchen an einem einst sonnigen Tag.
Für dieses literarische Gesamtkunstwerk vergebe ich 5 philosophisch-poetische Wunschkuchensterne – möge Perry Payne weiterhin so fantastisch und gekonnt fabulieren und inspirieren!
(Christine Keller - Leserin und selbst Autorin)
NUR EIN WUNSCH - Begegnung mit einer Fee
Das Gras war dürr und überwiegend braun geworden. Die Bäume dagegen trugen die Hitze bedächtig, als könnte ihnen der heiße Sommer nichts anhaben. Jarno hatte gelernt, diese Temperaturen hinzunehmen. Irgendwann war ihm die Wärme gleichgültig geworden. Ob Schweiß auf seiner Haut stand oder nicht, und ob er ohne Shirt im Haus umherlief oder durchgestylt auftrat, machte keinen Unterschied. Er war alleine hier draußen auf dem Land, weit weg von der Stadt und den Leuten, und sein Interesse, das Grundstück zu verlassen, hielt sich in Grenzen. Wenn er nicht gerade ein paar Rechnungen bezahlen oder etwas einkaufen musste, gab es kaum einen Grund in die Stadt zu fahren. Er erwartete nichts mehr von diesem Tag und schon lange nichts mehr vom Leben. Die mühevollen Jahre lagen hinter ihm. Sie waren wie eine Last abgelegt, die er nicht länger tragen musste. Was blieb, war die Ruhe. Und das stille Wissen, diese Gegebenheit verdient zu haben.
Die Nacht hatte ihm wenig Schlaf gelassen. Die Müdigkeit hing noch in ihm, war schwer und unvermeidlich.
Nun stand er mit der gefüllten Gießkanne vor den Pflanzen auf der Terrasse, war in Gedanken weit weg von hier und goss. Den Hibiskus wollte er längst aus dem Topf in den Garten setzen, hin zu den Engelstrompeten. Dort bekam er Sonne und seine Wurzeln hätten endlich genug Raum. Hier blieben die Knospen klein, öffneten sich nicht oder fielen ab, bevor sie ihre Pracht zeigen konnten.
Ein stechender Schmerz fuhr ihm durch die Brust und Enge legte sich um sein Herz und nahm ihm den Atem. Er schwankte. Die Gießkanne entglitt seiner Hand. Er hob den Blick in den wolkenlosen Himmel.
Jarno atmete schwer. Auf dem staubigen Weg sah er jemanden in seine Richtung laufen, einem Weg, den sonst niemand zu Fuß lief und der einhundert Meter weiter bei seinem einzigen Nachbarn in einer Sackgasse endete.
Die Person blieb vor dem Gartentor stehen und rief ihm etwas zu. Das Tor lag rund fünfzig Meter vom Haus entfernt, und Jarno erkannte eine junge Frau, ordentlich gekleidet. „Hola“, rief sie. Ihre helle Stimme war energiegeladen, klang munter und zielbewusst.
Jarno griff sich an die Brust und stöhnte. Er interessierte sich kaum für fremde Leute, und diese Person war definitiv nicht von hier.
Schwerfällig nahm er die umgefallene Kanne und goss mit dem verbliebenen Wasser seine geliebte Jatropha, die fast das ganze Jahr über ihre korallenroten Blütenstände trug. Wer auch immer dort stand, er ignorierte diese Person. Geh weiter, ich habe nichts zu vergeben, dachte er und ließ das Wasser gedankenversunken laufen, bis es über den Rand des Steintopfs floss und die Kanne leer war.
Die Person klatschte in die Hände, um Aufmerksamkeit zu erhalten, und rief erneut. Ihre Worte waren unverständlich, aber Jarno glaubte, seinen Namen gehört zu haben.
Ohne den Kopf zu heben, sah er skeptisch zu ihr. Die Frau winkte, schien zu lächeln und gut gelaunt zu sein. Sie trug einen dunklen Blazer, war gertenschlank und nicht allzu groß.
Die geht nicht weiter, verdammt, fluchte er und stellte die Kanne ab. „Un momento, por favor“, rief er und ging ins Haus, um sich Schuhe anzuziehen. Barfuß konnte er schließlich nicht über die Wiese nach vorn gehen. Hier gab es zu viele Pflanzen mit den kleinen fiesen Stacheln, oder Ameisen, die ihn, ohne zu zögern, in den Fuß zwicken würden. Auch wenn er in den vergangenen Jahren ein wenig immun gegen das ein oder andere Insektengift geworden war, hatte er kein Interesse am tagelangen Juckreiz.
Ordentlich schloss er die Fliegengittertür hinter sich und tappte durch das sauber gemähte Gras, über die Fahrspur aus schwarzem Split bis zum Tor.
Langsam schoben sich Gras und ein paar Kräuter durch die Steine hindurch, da er mit seinem alten Auto kaum noch fuhr. Es stand fast unbenutzt unter dem Carport, den er vor einigen Jahren von zwei Nachbarn an das Haus anbauen lassen hatte.
Jenseits der überdachten Terrasse schlug ihm tropische Hitze entgegen. In der prallen Sonne musste es weit über vierzig Grad sein – nichts Ungewöhnliches für diese Jahreszeit.
Der Split knirschte unter seinen Sohlen. Er sah zu der Frau auf. Sie betrachtete ihn aufmerksam und hatte ein zurückhaltendes Lächeln auf den Lippen. Geduldig wartete sie ohne gleich loszuplappern, wie all die anderen, die an sein Tor kamen.
„Qué tal“, sagte er laut und hustete in seine Faust.
Sie antworte in seiner Sprache: „Ich möchte mit dir reden.“
Es war höchst selten, dass er sich in diesem Land in seiner Muttersprache verständigen konnte. Dieser Umstand machte es einfacher, die Person schnell wieder loszuwerden.
„Um was geht es?“, fragte er trocken. Entweder bemerkte sie seinen abschätzigen Tonfall nicht oder sie überspielte es freundlich und sagte gut gelaunt: „Es geht um Dich.“ Ihre Stimme war hell und mädchenhaft mit einem feinen rauen Ton darunter.
„Wie bitte?“
„Du hast schon verstanden. Ich bin deinetwegen gekommen.“
„Was soll das heißen? Was wollen Sie?“
„Ich bin Liora und habe etwas für dich.“
„Ach“, entfuhr es Jarno. Lässig lehnte er sich gegen das Holztor, die Schultern entspannt, als stünde er dort schon ewig und hätte nur auf sie gewartet.
„Du stehst kurz vor einer Entscheidung, die dein Leben radikal verändern wird“, sagte sie völlig entspannt.
„Ist nicht wahr“, entgegnete er lieblos, als würde er sich in ihrer Gegenwart langweilen. Egal, was sie jetzt noch sagen würde, er wollte es gar nicht mehr wissen. „Ich wünsche noch einen angenehmen Tag“, sagt er und nickte knapp zum Abschied, nahm Haltung an und drehte sich um.
„Warte kurz, Jarno.“
Er sah über die Schulter zurück. Sie hatte also doch seinen Namen gesagt. „Woher kennen Sie meinen Namen und warum duzen Sie mich? Haben wir vielleicht als Kinder zusammen im Buddelkasten gespielt?“
„Das haben wir gewiss nicht. Meine Angelegenheit ist sehr privat. Darf ich einen Augenblick reinkommen?“
„Nein!“, sagte er laut. „Also, noch einmal: Woher kennen Sie mich?“
„Ich kenne nicht nur deinen Namen, sondern dein komplettes Leben, deine Vergangenheit, deine Gedanken, deine Versicherungsnummer, ...“ wobei sie bei diesem Wort schmunzelte. „... deine Einstellung zu allen möglichen Dingen, und ich kenne dein Ende.“ Sie sah zu beiden Seiten des Weges. Jarno tat es ihr gleich. Dort war niemand zu sehen. Nicht einmal ein Straßenhund. Dieser Weg wurde nicht viel benutzt. Sie waren alleine.
Er sah sie an. „Na, und?“
Sie machte eine Geste, um eintreten zu dürfen.
„Ist jemand gestorben?“, war sein erster Gedanke. Der Besuch verhieß nichts Gutes.
Sie zuckte mit den Schultern. „Vermutlich schon. Irgendwo stirbt immer jemand. Aber deswegen bin ich nicht hier.“
„Dann wollen Sie mir etwas verkaufen?“ Jarno dachte an Lebensversicherungen oder irgendwelche dubiosen Anlagen. „Bitte entschuldigen Sie, aber ich habe noch zu tun. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag, Liora.“
„Ich bin hier, um dir einen Wunsch zu erfüllen“, sagte sie. „Und bevor du mich wegschickst: Ich bin eine Fee.“ Sie stellte leicht den Kopf schräg, musterte ihn und ergänzte, bevor er etwas erwidern konnte: „Ja, ich trage kein grünes Blümchenkleid mit Rüschen und fliege auch nicht in der Gegend herum, Jarno. Und dennoch erfülle ich überall auf der Welt Wünsche.“ Sie breitete ein wenig die Arme aus, als wolle sie ihre Präsenz damit bekräftigen. Sie strahlte förmlich vor Glück.
Jarno atmete schwer und hörbar durch. „Das ist jetzt nicht Ihr Ernst, oder?“
Nickend grinste sie und legte ihre Hände auf dem Rücken zusammen, stellte die Füße voreinander und vollführte einen angedeuteten Knicks. „Doch, doch. Das ist mein voller Ernst. Genau aus diesem Grund bin ich hier. Heute ist dein großer Tag.“
Jarno fühlte sich nicht wohl. Er hatte Schweiß auf der Stirn und musste sich setzen. Seine Kraft war aus den Beinen gewichen, und er konnte nicht länger in dieser Hitze bleiben. Kraftlos sagte er: „Kommen Sie.“ Er öffnete das Gartentor. „Ich weiß nicht, was Sie wollen, aber das wird sich hoffentlich bei einem Glas Wasser klären lassen. Sie haben sicherlich Durst nach dem langen Weg.“
Wieder knickste sie dezent, sagte mit lieblicher Stimme: „Danke“, und betrat das Grundstück.
Er schloss das Tor hinter ihr und ging mit hängenden Schultern und leicht gebeugt voran.
„Ich werde deine Zeit nicht verschwenden“, sagte sie, doch Jarno reagierte nicht darauf und betrat die Terrasse. Er ließ Sie vorbeigehen und zeigte zur Sitzgruppe aus dunkel lackiertem Teak-Holz: „Bitte nehmen Sie Platz. Ich hole Wasser.“
Einen Moment später kam er mit zwei Gläsern und einem Krug kühlen Wassers zurück.
„Ich verstehe deine Skepsis“, sagte sie, als er die Gläser abstellte und befüllte. „Es ist jedes Mal das gleiche Spiel. Vor vielen Jahren, als ich mit diesem Job angefangen hatte, habe ich das Gespräch mit dem Wetter begonnen oder irgendwelchen belanglosen Dingen. Nach dem Small Talk kam ich behutsam auf den Grund meines Besuchs zu sprechen. Und weißt du was, Jarno ...“ Sie nippte an ihrem Wasser und sah ihn an. „Ziemlich schnell fand ich diese Methode langweilig.“ Mit dem Glas in der Hand lehnte sie sich auf der Holzbank zurück und zögerte, bevor sie weiterredete. „Glaub mir, das hat keinen Deut besser funktioniert als der direkte Weg.“
„Ich verstehe überhaupt nichts.“ Er setzte sich ihr gegenüber und trank ebenfalls. Sein Körper dankte es ihm mit Wohlwollen, als habe er einen Ausdauerlauf hinter sich gebracht und endlich das Ziel erreicht.
„Vor langer Zeit haben die Menschen noch an Feen und Hexen geglaubt, doch diese Zeit ist längst vorbei. Warum sollte ich um den heißen Brei herumreden? Deswegen sage ich es gerade heraus: Ich bin die gute Fee, die dir einen Wunsch erfüllt. Und das ist weder ein Witz noch irgendeine Masche.“ Sie grinste und überschlug unbefangen die Beine.
Beide sahen sich gegenseitig in die Augen. Liora erwartungsvoll, Jarno völlig entgeistert.
„Wie jetzt? Wunsch frei? Was meinen Sie damit?“
„Genau, wie ich es sage. Egal, was dein Herz begehrt, ich werde es vermutlich erfüllen können. Im Übrigen kannst du mich duzen.“ Ihr Lächeln wurde breiter.
„Ist ja interessant.“ Seine Skepsis übertrug sich mit den Worten.
„Ich erscheine nicht jedem. Betrachte meine Anwesenheit als einen bedeutsamen Glücksmoment in deinem Leben.“
Jarno war sichtlich verwirrt und wusste noch immer nicht, was er von ihr und ihren Äußerungen halten sollte. Er grübelte über den wahren Grund ihres Besuchs und suchte nach einer Verbindung zu den Wünschen. Doch nichts ergab einen Sinn. Welche Masche auch immer dahinter stecken würde, bei ihm würde sie es schwer haben. Die Tricks der Betrüger kannte er nur zu gut.
„Woher kommst du, Liora?“ Seine Worte waren trocken.
„Das tut nichts zur Sache“, antwortete sie lebhaft und stellte ihr Glas ab.
Er atmete schwer. Noch schmerzte die Brust und eine Hand war fast taub. „Du bist also eine Fee, die nicht verraten möchte, woher sie kommt.“ Seine Worte sprach er bewusst farblos und zog sie übertrieben in die Länge.
Sie presste ihre Lippen aufeinander und sah ihn eindringlich an. Er hielt ihrem Blick wortlos stand.
„Also kommt da noch etwas?“, stocherte er weiter und fand seine Wortwahl unangebracht, weshalb er es anders formulierte: „Hast du nichts dazu zu sagen?“
„Nein, du hast es korrekt zusammengefasst. Dem ist nichts hinzuzufügen. Und genau das ist meine Botschaft. Mehr kommt da nicht.“
Jarno verdrehte die Augen, um sein Unverständnis auszudrücken, und nickte dezent aber flink, immer wieder, bis er sie erneut ansah und sagte: „Du willst also eine Fee sein, richtig?“
Sie nickte knapp.
„Und du wirst mir einen Wunsch erfüllen?“
Wieder nickte sie einmal kurz.
„Das ist alles? Das soll der alleinige Grund deines Besuchs sein?“
Erneut nickte sie und sah ihm erwartungsvoll in die Augen, als ob sie darauf warten würde, dass Jarno noch mehr unglaubliche Eingebungen kundtun wollte.
„Dann ist ja alles bestens.“ Gespielt erleichtert lehnte er sich zurück und streckte seine Beine unter dem Tisch aus.
„Fein“, sagte sie.
„Was heißt: fein?“ Er zog die Augenbrauen zusammen.
„Nichts, einfach nur: fein. Somit können wir mit der Arbeit beginnen. Was hast du für einen Wunsch auf dem Herzen, mein Freund?“
Jarno zog seine Beine wieder zurück und stütze sich mit den Ellenbogen auf den Tisch, sah kurz zu den Wolken, wieder zum Tisch, zum Zaun und den Bäumen am Weg, entdeckte einen vorüberfliegenden Vogel und blickte rasch zu ihr: „Gib mir eine Million Dollar und wir haben diese Sache vom Tisch.“ Er zog eine Augenbraue hoch, während er ihr in die Augen sah und begann, langsam einseitig zu grinsen. Im Grunde war er von diesem Überraschungsbesuch zermürbt, aber höchst zufrieden mit seiner Antwort. Jetzt wartete er gespannt auf ihre Reaktion.
„Eine Million soll es also sein?“, wiederholte sie seinen Wunsch immer noch lächelnd.
„Nein, warte.“ Er hob eine Hand. „Wenn wir schon dabei sind, kannst du mir auch eine Milliarde geben. Das geht doch in Ordnung, oder?“ Er verschränkte seine Arme und gab ihr ein breites Lächeln zurück. „Und ich rede nicht von Guaraní.“
Seinem Lächeln hielt sie stand. „Kein Problem. Das ging schnell. Normalerweise schwanken die Kandidaten ewig und jammern, weil sie sich nicht entscheiden können. Fein“, sagte sie wieder. „Dann haben wir das erledigt und ich kann später noch zur Maniküre.“ Nun betrachtete sie ihre Fingernägel und schien abzuwägen. „Eine Milliarde. So, wie du es wünscht, werden es also US-Dollarnoten sein“, sagte sie leise.
„Genau.“
„Also gut. In Einhunderter Scheinen sind das insgesamt zehn Millionen Stück. Lass mich kurz rechnen: Jedes Bündel ist 1,1 Zentimeter dick. Bei einer Stapelhöhe von 1,2 Meter auf einer Palette wären das 14 Paletten mit etwa 10 Tonnen Gesamtgewicht. Ich würde an deiner Stelle maximal 2 Paletten übereinanderstapeln.“ Sie stellte ihren Kopf leicht schräg. „Wegen der Stabilität“, ergänzte sie und grinste.
„Wegen was?“
„Mit dieser Methode brauchst du etwa vier mal vier Meter Platz im Haus.“ Sie schaute ihn wohlwollend an.
„Bist du eine Rechenkünstlerin oder so etwas?“
„Nein, ich habe das schon zu oft durchgespielt. Das ist quasi ein Standardwunsch, und irgendwann sind die Zahlen präsent.“ Sie tippte an ihre Schläfe. „Also gut, wo soll ich das Geld hinstellen?“
„Keine Ahnung“, sagte er patzig und zuckte mit den Schultern. „Ist mir völlig egal. Darum werde ich mich schon kümmern.“ Jarno ermüdete diese Unterhaltung. Er glaubte keine Silbe von dem, was die Fremde erzählte und fragte sich immer mehr, wo der eigentliche Sinn dieses Gesprächs lag.
„Was wirst du mit dem Geld anfangen?“
„Das werden wir schon sehen.“
„Ich erkenne deine Zweifel genau“, sagte sie sanft. „Das ist mir aber egal. Wenn du Geld möchtest, bekommst du Geld.“
„Immer her damit.“
„Kein Problem.“
„Willst du jetzt eine Bank überfallen, oder hast du es zufällig dabei?“
Lässig winkte sie ab. „Mach dir darüber keine Sorgen. Ich erledige das auf meine Weise. Aber, bevor ich beginne, musst du noch eine Sache tun ...“
„Ah“, sagte er lang gezogen. „Das dachte ich mir schon. Jetzt kommen wir also zum Kern deines Besuchs.“ Er erwartete irgendwelche Verträge, Aboabschlüsse, Vorauszahlungen oder dergleichen, bei denen er zur Kasse gebeten würde, bevor es irgendetwas für ihn gab.
„Du musst klar und deutlich die Worte sagen: Ich wünsche mir ...“
„Wie, das war es schon?“
„Bitte, Jarno. Reiß dich eine Minute zusammen. Sag einfach die drei Worte und im Anschluss, was du dir wünscht.“
„Was soll das werden? Willst du mich vorführen?“
„Sag: Ich wünsche mir von dir eine Milliarde US-Dollar in den nächsten 24 Stunden in meinem Haus in San Juan Hugua‘i als gültige, echte, legale und nicht zurückverfolgbare 100-Dollar-Banknoten in standardisierten Bündeln zu je 100 Scheinen, vollständig und ohne negative Folgen für mich oder andere.“ Erwartungsvoll sah sie ihn an. „Damit hast du alle Eventualitäten abgedeckt und es gibt keine Missverständnisse oder Interpretationsspielraum. Die Menge, wann, was und wo ist damit alles geklärt.“
„Das scheint mir ziemlich präzise zu sein.“ Er nickte zustimmend und ging ihre Worte durch. „Kann ich das schriftlich haben, damit ich nichts vergesse?“
Sie schüttelte den Kopf.
„Also, wenn es weiter nichts ist.“ Er brabbelte vor sich hin: „Gültig, echt, nicht zurückzuverfolgen.“ Dann sah er sie an: „Ohne negative Folgen für mich. Ich denke, ich hab es jetzt.“
„Ohne negative Folgen für mich und andere. Vergiss das nicht!“
„Ja man, muss das so kompliziert sein?“
„Du wirst dir doch einen einfachen Satz merken können.“
„Und wenn ich etwas vergesse?“
„Dann kann ich es auslegen, wie ich es möchte.“
Jarno nickte. Er konzentrierte sich. „Dann wollen wir mal loslegen. Also, ich wünsche ...“
Sie stoppte ihn mit vorgehaltener Hand und sagte laut: „Warte!“
Er war von ihrer Reaktion so überrascht, dass er umgehend verstummte.
„Entschuldige bitte. Warte noch einen Moment, bevor du diese Worte aussprichst. Denn ich erlag fast der Versuchung, heute zeitig Feierabend zu haben, aber ich möchte fair bleiben. Also, bevor du dir das Geld wünschst, stelle ich dir nur noch eine Frage.“
„Und die wäre?“
„Was wirst du mit dem Geld anfangen?“
„Was soll das für eine Frage sein? Hängt es etwa von meiner Antwort ab, ob ich das Geld bekomme?“
„Keineswegs. Ich möchte einzig und allein herausfinden, ob es ernsthaft dein Herzenswunsch ist. Mehr nicht.“
Er beugte sich zu ihr hinüber. „Wir beide wissen doch, dass es Feen, Elfen und Hexen nur in Märchen gibt, oder?“
Liora sah ihn mit wachen Augen an, regte sich aber nicht und erwiderte nichts.
„Hast du mich gehört?“, bohrte er weiter.
Sie räusperte sich. „Klar, du musst glauben, ich habe meinen Verstand an der Garderobe abgegeben und wir befinden uns im Theaterstück deines Lebens. Aber weißt du, ich mache diesen Job schon Hunderte Jahre. Ich habe bereits alle möglichen Reaktionen erlebt, und eins möchte ich definitiv vermeiden: Dir auf den Wecker gehen. Wünschen ist keine Pflicht. Ich setze dich nicht unter Druck, sondern unterbreite dir ein einmaliges und exklusives Angebot. Du kannst es annehmen oder ablehnen. Ganz wie es dir beliebt. Ich verlange nichts von dir und werde dir garantiert nichts verkaufen. Außerdem will ich nichts Böses oder dir deine Zeit stehlen. Lehnst du jetzt ab, geh ich und du bist mich los. Das ist alles.“
„Du darfst gerne dein Wasser austrinken, bevor du gehst. Es ist sehr warm heute.“
Darauf schwieg sie.
„Sag mal, was meinst du eigentlich damit, dass du Hunderte Jahre alt bist? Ich hätte dich nämlich ein klein wenig jünger geschätzt. Vielleicht auf Anfang dreißig.“
„Danke für das Kompliment. Du musst dabei allerdings nicht die Augen zusammenkneifen. Ich bin nicht dein Feind. Ich werde gleich gehen, möchte aber vorher noch deine Frage zu meiner Herkunft beantworten. Meine Welt unterscheidet sich in nahezu allen Punkten und Strukturen von der deinen. Da existiert so etwas wie Zeit nicht. Ich lebe in einer Welt, die du dir mit den gegebenen Sinnen und dem Wissen der Menschheit nicht annähernd vorstellen kannst. Das zu erklären, ist mühsam und du wirst es letzten Endes doch nicht begreifen. Mein Angebot ist real. Du hast einen Wunsch frei, und wenn du Geld haben möchtest, ist das kein Problem. Dann erledige ich das. Aber ich empfehle, dass du vorher darüber nachdenkst.“ Sie erhob sich.
„Warte. Reg dich nicht auf. Ich bin ja gewillt, deinen Worten zu folgen, und du machst mir auch einen ... sagen wir mal seriösen Eindruck in deinem schicken Outfit. Aber zum einen laufen einfach zu viele Spinner da draußen herum und zum anderen musst du doch selbst zugeben, dass deine Geschichte ein wenig verrückt klingt.“
„Wie gesagt, kann ich das gut verstehen.“
Er zwinkerte leicht und war etwas nervös. „Ich würde das Geld also tatsächlich bekommen?“
„Klar. Ich hoffe, jetzt hast du es begriffen. 14 Paletten mit 100er Banknoten.“
„Das ist großartig.“ Er zeigte auf ihren Platz. „Bitte setz dich.“
„Warten wir´s ab, wie großartig das ist. Sehr viele erfüllte Wünsche enden im Chaos und Leid.“
„Chaos und Leid?“, wiederholte er ihre Worte.
„Ja, in den allermeisten Fällen. Das ist ein Grund, warum ich mich schon vor Jahren in eine andere Abteilung versetzen lassen wollte. Nun ja, wie du siehst, wurde mein Anliegen bisher nicht genehmigt.“ Sie sah ihn an und Jarno erwiderte ihren Blick.
„Also, noch einmal: Was wirst du mit dem Geld anfangen?“
„Ich weiß nicht.“ Er zuckte mit den Schultern. „Irgendetwas. Ich gehe gut essen und so.“
„Du forderst eine ganze Menge Geld ein. Vermutlich ist das mehr, als du jemals ausgeben könntest.“
„Oh ja, mit Sicherheit ist es deutlich mehr. Aber es wird sich schon etwas ergeben. Ich könnte beispielsweise einen Gärtner einstellen. Vielleicht hat der ein besseres Händchen für die Pflanzen als ich.“
„Das ist alles? Hast du keine tausend Wünsche, die du dir damit erfüllen könntest? Eine Villa, eine Limousine oder eine eigene Insel?“
„Ich brauche keine Villa und ich weiß nicht mal, wie viel so eine Insel kosten würde.“
„Eine knappe Million in der Nähe von Schweden oder Kroatien. In der Karibik bist du mit zehn Millionen dabei. Teurer wird es auf den Malediven. Dazu kommen die Erschließungskosten für mindestens eine weitere Million.“ Sie klang leicht gelangweilt.
„Diese Frage hast du sicher schon hundertfach gehört.“
Sie nickte blass. „Jeder zehnte, der eine große Menge Geld bekommt, würde sich eine Insel kaufen.“
„Ich möchte ja überhaupt keine Insel. Dort wäre ich auch wieder einsam und weit ab von allem.“ Er trank etwas Wasser, schluckte und sah sie an. Liora beobachtete ihn aufmerksam. „Wenn ich die Butter beim großen Monatseinkauf vergessen habe, gibt es für eine lange Zeit kein gescheites Frühstück. Es ist doch jedes Mal ein Tagesausflug zum Einkauf – wenn das überhaupt reicht.“
„So eine Insel ist nichts für einen allein. Du brauchst ein ordentliches Netzwerk. Menschen sind nicht dazu gemacht, völlig allein durchs Leben zu gehen.“
„Offenbar.“ Jarno atmete schwer.
„Was ist mit einem großen Auto? Ein Porsche oder Ferrari stehen immer weit oben auf der Wunschliste.“
Jarno winkte ab. „Was will ich mit einem Ferrari bei den vielen Sandstraßen? Nein, ich brauche kein neues Auto. Meins ist zwar schon sehr alt, aber es fährt doch.“
„Nun komm schon. Warum wünschst du dir Geld, wenn du nicht weißt, was du damit anfangen sollst?“
„Hey, kleine Fee, jetzt mach mal keinen Stress. Ich werde es schon zu verwenden wissen. Ich könnte mir zum Beispiel einen neuen Kühlschrank kaufen. Meiner ist über die Jahre sehr laut geworden. Er brummt die ganze Zeit und hält die Kälte schlecht.“
„Ein Kühlschrank soll es also sein.“ Sie verschränkte die Arme und lehnte sich zurück. „Für eine Milliarde Dollar.“ Nun grinste sie breit. „Du brauchst eigentlich kein Geld, oder?“
„Warum nicht? Ich kann ja einen großen Kühlschrank nehmen. So einen, bei dem gekühltes Trinkwasser rauskommt. Außerdem kann eine kleine Finanzreserve nicht schaden.“
„Schon klar.“
„Ich komme klar, mit dem, was ich habe. Natürlich wird es ab und an mal knapp in der Kasse, gerade wenn teure Reparaturen anfallen, aber es geht schon irgendwie. Außerdem bist du zu mir gekommen und hast mir einen Stapel Geld versprochen.“
„Ich habe einen Wunsch versprochen! Das Geld war deine Idee“, verbesserte sie ihn flink.
„Ja, schon gut. Weißt du, ich könnte davon eine Kreuzfahrt machen. So etwas ist ziemlich teuer und ich habe das noch nie gemacht.“ Er überlegte weiter. „Da würde ich etwas von der Welt sehen.“ Bei dieser Idee zuckte er mit den Schultern. „Also, wieso nicht? Siehst du, ich brauche das Geld und weiß es zu nutzen.“
„Nun, brauchen ist mir in deinem Fall wohl zu viel gesagt. Aber egal. Bei einer Kreuzfahrt über mehrere Monate bist du locker um die 50.000 Dollar los. Das ist ein Anfang und wäre sicher ein tolles Erlebnis.“
„Ich könnte für immer auf so ein Kreuzfahrtschiff ziehen. Es soll Leute geben, die dort leben.“
Danke, dass du dir Zeit für diese Leseprobe genommen hast. Was als ungewöhnliche Begegnung beginnt, entwickelt sich für Jarno schon bald zu einer Entscheidung mit ungeahnten Folgen. Vielleicht möchtest du erfahren, wie seine Geschichte weitergeht.
Herzlichst
Perry Payne
Mal ehrlich: Wen interessieren eigentlich Autobiografien von „ganz normalen“ Menschen?
Die harte Wahrheit ist: Die meisten werden nie gelesen. Nicht, weil das Leben dieser Menschen langweilig wäre, sondern weil die Art, wie es erzählt wird, niemanden zum Buch greifen lässt oder es einfach zu viele Schicksale gibt, die in der breiten Masse der Autobiografien untergehen. Und genau hier setzt meine Idee an. Ich suche keine perfekten Autoren, sondern dich und deine wahre Geschichte.
Statt einer klassischen Autobiografie entsteht bei mir etwas anderes: Ein Dialog, oder besser gesagt, ein Gespräch zwischen dir und einer „Fee“.
Durch dieses Gespräch wird dein Leben nicht einfach nur aufgeschrieben. Es wird hinterfragt, vertieft und in eine Form gebracht, die andere wirklich berührt und sie lesen wollen.
Es geht um die Welt - deine Welt, deine Entscheidungen, deine Zweifel und deine unausgesprochenen Wünsche. Berichte in diesem Buch über deine spannensten Ereignisse in deinem Leben. Und all das wird Teil einer Geschichte, die mehr ist als ein Lebenslauf.
- Du musst kein Schriftsteller sein.
- Aber du solltest bereit sein, ehrlich zu sein und frei erzählen.
- Außerdem solltest den Mut haben, deine eigene Geschichte neu zu entdecken.
- Ein klein wenig Einfühlungsvermögen für das Thema (dass eine Fee zu dir kommt) ist natürlich ebenso vonnöten.
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Leben viele Leser interessieren könnte, dann schreib mir. Vielleicht ist genau jetzt der Moment, deine Geschichte anders zu erzählen.
Perry Payne
Was hast du davon?
Du bekommst deine eigene Geschichte in Buchform ohne selbst einen kompletten Roman schreiben zu müssen und ohne einen Ghostwriter zu bezahlen. Wir entwickeln deinen Text gemeinsam im Dialog, strukturiert und auf deine Geschichte angepasst. Und ja: Du wirst auch am Erfolg beteiligt. Sobald die ersten 1.000 verkauften Exemplare die Produktions- und Veröffentlichungskosten gedeckt haben, erhältst du Tantiemen an jedem weiteren Verkauf.
Muster: So könnte dein Buch aussehen.