Was würdest du dir wünschen, wenn du einen Wunsch frei hättest?
Das Alter ist nichts für Feiglinge.
Menschen sind irgendwie Sternenstaub, also kleine empfindliche Wesen in einem riesigen Kosmos, die versuchen, ihr Leben zu meistern. Dieses Buch verbindet Psychologie, Philosophie und Naturwissenschaft zu einer klaren, leicht verständlichen Einladung sich selbst besser zu verstehen, gelassener zu werden und die eigenen Sorgen in ein neues Licht zu rücken. Mit Humor, wissenschaftlicher Tiefe und überraschenden Perspektiven zeigt es, wie befreiend es sein kann, die eigene Bedeutung neu einzuordnen.
„Das Alter macht nicht weniger wertvoll. Es macht nur deutlicher, was wirklich zählt.“
Das perfekte Geschenk zum Geburtstag ab 40 oder zum Renteneintritt.
Taschenbuch
eBook
Im Alter wird das Leben nicht gerade leichter. Irgendwann merkt jeder Mensch, dass die Jahre schneller vergehen, als einem lieb ist. Dieses Buch lädt dazu ein, diesen Wandel als Befreiung vor dieser Last zu sehen. Mit Humor, Gelassenheit und einem warmen Blick auf das Menschliche erkundet es die großen Themen des Älterwerdens.
Hier geht es um Zeit und Vergänglichkeit, um Zerfall und Kontrolle, um Körper und Geist, um Gelassenheit und die Kunst, sich selbst neu zu entdecken. Philosophische Gedanken treffen auf kluge Alltagsbeobachtungen und wissenschaftliche Erkenntnisse verbinden sich. Dieses Buch beleuchtet sogar den Tod und was danach kommt. Es weist auf die Liste Ihrer Träume hin, die Sie im Leben noch erreichen möchten und gibt zahlreiche Tipps und Ratschläge, damit aus dem Alltag ein besonderer Tag wird. Wer sich darauf einlässt, entdeckt die neue Gelassenheit oder eine Freiheit mit emotionaler Tiefe.
- Ein kluger Begleiter durchs Leben ab vierzig
- Ein Buch über das Älterwerden, das erstaunlich jung macht
- Wie wir Sinn, Ruhe und innere Stärke neu entdecken
- Über das Leben, das bleibt, und Dinge, die wir loslassen dürfen
- Der entspannte Blick aufs Älterwerden
- Wie man älter wird, ohne sich alt zu fühlen
Taschenbuch: ISBN 978-3-384-78672-2 154 Seiten €9.99
eBook: ISBN 978-3-384-78673-9 €2.99
Überall erhältlich, wo es Bücher gibt. Stationär, bei dir um die Ecke (bitte im Buchladen bestellen), oder im Onlinebuchhandel.
Willkommen im Club der Sterblichen (Vorwort)
Das Paradoxon des Lebens
Schönheit liegt im Auge des Betrachters
Was Altern wirklich bedeutet
Ich werde nicht mehr gebraucht
Du wirst nicht alt, du wirst kompetent
Geburtstage im Wandel
Blumen zum Geburtstag?
Ironische Alltagsbeobachtungen
Kleine Helfer, die das Leben leichter machen
Das neue Alter
Wo ist eigentlich all die Zeit hin?
Beziehungen früher und heute
Körper, Geist und das innere Gleichgewicht
Sinn & Spiritualität
Zeit für die letzte Liste
Der Tod, das letzte Tabu
Nachwort: Na und?
Willkommen im Club der Sterblichen (Vorwort)
Mit fünfundzwanzig beginnt der Körper zu altern. Die Zellen regenerieren sich langsamer, die Muskeln brauchen mehr Training und die Haut verliert an Elastizität. Biologisch betrachtet geht es ab diesem Punkt bergab.
Interessiert das irgendjemanden mit fünfundzwanzig? Natürlich nicht. Aber die Zeit läuft.
Und dann gibt es Themen, über die man ungern spricht. Der Tod gehört auf jeden Fall dazu. Viele tun so, als käme er nie, und doch steht er fest. Dabei ist nicht das Wann oder Wie entscheidend, sondern die Tatsache, dass er kommen wird, wie ein Schatten während der Mittagssonne.
Dieses Buch lädt Sie ein, dem Älterwerden und dem Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand mit einem freundlichen Nicken zu begegnen, statt ihm aus dem Weg zu gehen oder gar auf das Ende zu warten. Betrachten Sie mit mir den fortgeschrittenen Lebensabschnitt ohne Trauergesang. Denn Altern sollte kein Drama sein, sondern die letzten spannenden Kapitel einer Geschichte – und zwar Ihrer Geschichte. Und die darf durchaus packend werden.
Dieses Buch ist kein Ratgeber, der Ihnen sagt, was Sie tun sollen. Aber es ist eine Einladung für den Rückblick auf ein langes Leben, und möchte Ihnen wertvolle Gedanken für die Zukunft schenken. Letztlich werden Sie sich selbst zuhören. Denn Sie dürfen beim Lesen nachdenken, zweifeln oder auch mal lächeln. Sie dürfen erkennen, dass Altern einfach nur Veränderung in einem langen Prozess ist. Denn zwischen Lachfalten und Lebenslinien liegt die Wahrheit über dem, was uns wirklich jung hält. Es ist die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen. Wer das kann, braucht keine Creme, nur Mut, Gelassenheit und vielleicht eine gute Tasse Kaffee.
Übrigens ist heute jede Falte in Ihrem Gesicht wie ein Satz aus einem Buch, das vom Leben geschrieben wurde. Manche Zeilen sind witzig, andere traurig, und manche erzählen von Momenten, die uns verändert haben. Zusammen ergeben sie unser Gesicht und unsere Persönlichkeit.
Sehen Sie genau hin, sehen Sie in den Spiegel und fragen Sie sich, wer Sie sind, wohin Sie das Leben geführt hat und philosophieren Sie mit mir darüber, wie es enden könnte.
Willkommen im echten Leben.
Wenn Sie dieses Buch lesen, haben Sie vermutlich die größte Strecke Ihres Laufes bereits hinter sich gelassen. Und dieser Lauf ist jetzt kein Wettrennen mehr, um Aufstieg, Ruhm oder Besitz. Aber er geht weiter. Nur ruhiger, tiefsinniger und abgeklärt. Lehnen Sie sich zurück. Sie haben es sich verdient.
Blumen zum Geburtstag?
Kinder bekommen Spielsachen, Erwachsene irgendwelche elektronischen Geräte und Alte liebe Erinnerungen. Das größte Geschenk ist dann wahrscheinlich die Zeit mit der Familie und den geliebten Menschen. Denn genau die lässt sich nicht kaufen, wie all die anderen materiellen Dinge, die inzwischen in den Hintergrund gerückt sind.
Außerdem will man mit fünfundsechzig nichts, das welkt. Blumen duften zwar schön, doch sie erinnern an die Vergänglichkeit, und davon hat man nun wirklich mit sich selbst genug zu tun. Wie wäre es also mit etwas Praktischem? Eine neue Lesebrille, einen Gutschein für den Baumarkt oder einen hochwertigen Pfannenwender? Das sind alles Gegenstände, die zumindest nicht verblühen.
Oberflächlich betrachtet klingt dieser Gedanke vernünftig. Das ist er aber nur auf den ersten Blick der Fall.
Klar lebt ein Werkzeug länger als ein Strauß Rosen und ist ein Gegenstand, der gebraucht wird, aber da der Wunsch nach Konsum im Alter ohnehin fast vollständig verschwindet, sollten wir noch einmal kurz über die Blumen nachdenken. Die sind zumindest für jeden irgendwie hübsch, duften manchmal ganz nett und nehmen keinen Platz im Schrank ein, wenn die Gäste gegangen sind. Dann bringen sie für ein paar Tage ein wenig Glanz oder zumindest Farbe in die Bude und den Alltagstrott ohne Höhepunkte. Wenn Sie wollen, und alleine sind, können Sie sogar mit den Blumen reden. Zumindest wenn Sie keine Katze haben und niemand anruft. Dagegen wirkt ein Gespräch mit dem Dosenöffner etwas problematisch.
Das klingt doch insgesamt nicht so schlecht. Blumen bringen also Freude für ein paar Stunden und Tage. Das können ein elektrischer Rasierer oder die zehnte Krawatte so nicht.
Also sagen Sie es ruhig den Lieben, die Sie endlich wieder einmal besuchen kommen, dass Sie Blumen mögen. Denn die stehen oft ratlos da, wenn es darum geht, eine Kleinigkeit mitzubringen. Und die vierte Pralinenschachtel wollen Sie nicht schon wieder weitergeben, da Sie niemanden mehr kennen, der so etwas ernsthaft mag.
„Der hat doch schon alles“ wird zum Standardsatz und zu einem stillen Eingeständnis der Hilflosigkeit. In Wahrheit haben alle irgendwie alles, nur nicht mehr die Leichtigkeit, sich über Kleinigkeiten zu freuen, wie ein Kind, dass sich grüne Knete wünscht. Ein Gedicht auf einer Serviette wäre eigentlich das Schönste, aber das wird kaum jemand für uns schreiben.
Vielleicht zeigt sich hier das Paradoxon des Alters. Denn, wie bereits erwähnt, wird der Wunsch nach Dingen kleiner, je älter man wird. Der Konsum verliert an Reiz, weil er keine Antworten mehr gibt und die Neugier verschwindet. Was früher Freude versprach, wirkt nun wie Dekoration eines Lebens, das längst eingerichtet ist. Die Regale sind voll, die Schränke ebenso, und das Herz sucht nicht mehr nach dem Neuen. Es ist zufrieden mit dem, was man hat und kennt.
Auch rücken die Gesundheit und die Familie in den Mittelpunkt der Wünsche. Das ist allemal besser als ein Geschenkkorb mit Erbsen und merkwürdigem Rotwein. Ein gutes Frühstück und ein Tag ohne Schmerzen sind wertvoller als eine neue Minibohrmaschine oder das neue iPhone. Auch die Enkel aufwachsen zu sehen und ein Gespräch mit Menschen zu führen, die man liebt, bereichern den Tag mehr als jede Tasse mit individueller Gravur. Kein Gerät, kein Gutschein oder kein Souvenir kann das ersetzen. Wer älter wird, weiß, wie flüchtig alles ist (oder wie oft alles entstaubt werden muss) und schätzt gerade deshalb das Einfache.
Geschenke verlieren dabei ihre alte Bedeutung. Aber sie bleiben Symbole und kleine Gesten der Aufmerksamkeit. Ein selbst gebackener Kuchen erzählt übrigens mehr über Zuneigung als jede teure Uhr. In solchen Momenten zeigt sich, dass Reichtum nichts mit Besitz zu tun hat, sondern mit Nähe.
Zwar trägt das Alter einiges davon, aber es klärt auch die Gedanken und die Einstellung. Es entfernt das Überflüssige und legt frei, was Bestand hat. Wer das erkennt, hat letztlich neben dem Besuch nicht weniger, sondern mehr in seinem Herzen.
Also, was die Geschenke betrifft, wären das nicht irgendwelche Gegenstände, sondern vielleicht ein Nachmittag ohne Termine, ein Gespräch ohne Eile oder ein Besuch ohne Anlass. Oder ein Strauß wunderschöner Blumen.
Schauen wir uns in diesem Zusammenhang noch an, warum sich mit zunehmendem Alter der Fokus für materielle Dinge verschiebt.
Psychologen erklären diesen Wandel mit der sogenannten sozioemotionalen Selektivitätstheorie (Laura Carstensen, Stanford University). Sie besagt: Je bewusster ein Mensch seine verbleibende Lebenszeit wahrnimmt, desto stärker konzentriert er sich auf das, was ihm emotional wichtig ist, also Nähe, Sinn und Zufriedenheit. Materielle Wünsche rücken dadurch automatisch in den Hintergrund.
Ab einem bestimmten Alter stellen sich wohl auch die Kreditinstitute darauf ein, denn dann gibts keinen Kredit mehr. Vielleicht liegt es aber auch an dem erhöhten Risiko, dass Ihr Kuchen des Lebens kleiner geworden ist und irgendwann die Fliegen den Rest verzehren, weil Sie schon weg sind. Aber mal ehrlich, brauchen Sie überhaupt noch eine Geldspritze für neue Investitionen oder Ideen, oder haben Sie aufgehört, der Zukunft etwas schulden zu wollen?
Wissenschaftlich gesehen ist der Drang nach weniger Materialismus im Alter jedenfalls belegt. Mehrere Studien untermauern diese Entwicklung. Eine Untersuchung unter etwa 4.000 Personen im Alter von 16 bis 90 Jahren zeigte, dass die Bedeutung materieller Güter im Laufe des Lebens deutlich abnimmt. Auch eine Studie in Hongkong fand heraus, dass Menschen über 65 eine drastisch geringere materialistische Werteorientierung aufwiesen als jüngere Altersgruppen.
Zudem ergab eine Meta-Analyse, dass ein geringerer Materialismus mit höherer Lebenszufriedenheit einhergeht. Wer weniger erwartet und zufriedener mit dem ist, was er besitzt, lebt in fast allen Fällen glücklicher.